Indogermanische sprachfamilie


17.01.2021 09:01
Indogermanische Sprachfamilie - Latein einfach erklrt!
Harvard Medical School, dem Broad Institute und dem Howard Hughes Medical Institute. Von Konstanze Fassbinder, die indogermanische Sprachfamilie, die meisten Sprachen, die in Europa gesprochen werden, gehren zur Familie der indoeuropischen Sprachen. Wenige Forscher dagegen favorisieren eine andere Theorie, nach der die indogermanischen (indoeuropischen) Sprachen ihren gemeinsamen Ursprung vor 80 Jahren im heutigen Anatolien haben, von wo aus sie sich gemeinsam mit der Landwirtschaft ausgebreitet haben sollen. Bei einem genetischen Einschlag dieser Grenordnung drngt sich die Frage auf, ob diese Expansion auch einen Einfluss auf die Verbreitung von Sprachen hatte. Zu ihr gehren jahrtausende alte Sprachen wie.B. Er soll die indogermanischen Sprachen in ihrer geographischen Verbreitung auf dem eurasischen Kontinent umklammern: mit Indisch als der sdstlichsten und Germanisch als der nordwestlichsten indogermanischen Sprachgruppe. Um 60 Jahren vor heute sehen wir einen Wiederanstieg des Jger-Sammler-Anteils im Genom, sagt Co-Erstautor Iosif Lazaridis von der Harvard Medical School.

Altgyptisch und dessen moderne Fortsetzung, Koptisch, auerdem Babylonisch-Assyrisch, die Sprache der meisten Bcher des Alten Testaments und lange Zeit als lteste Sprache berhaupt angesehen und Aramisch, die heute noch vereinzelt im Iran und Irak gesprochene Sprache Jesu' Christi. Die den meisten Europern wohl Bekannteste ist das moderne Trkisch. Obwohl nur 25 Millionen Menschen eine der 20 Sprachen dieser Familie sprechen, erstreckt sich ihr Sprachgebiet von Nordschweden bis Sibirien. In Deutschland sind es die sogenannten Schnurkeramiker am bergang zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit, bei welchen erstmals die dritte Komponente auftaucht und deren Erbgut damit einen zweiten Bevlkerungsumbruch markiert, sagt Haak. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Schnurkeramiker, nicht nur genetisch eng mit den Hirten aus der Steppe verwandt sind, sondern mglicherweise auch eine hnliche Sprache hatten, sagt Lazaridis. Die Wanderungsbewegung aus dem Osten, bereits in vorausgegangenen Arbeiten, hatten einige derselben Autoren auf die genetische Zusammensetzung aller Europer aus drei wesentlichen Bestandteilen hingewiesen: genetische Anteile von Jger-Sammler-Populationen und Frhbauern sowie eine dritte Komponente mit hnlichkeit zu Sibiriern und den ersten Indianern Amerikas. Syntax und der Semantik bis hin zur. Tatschlich fanden sich unter den Proben auch einige Ausreier, die bisher archologisch allein aufgrund ihrer Ausrichtung als lter eingestuft wurden, allerdings die dritte Komponente aufwiesen.

Wir wollen verstehen, wie hnlich sich Bevlkerungsgruppen aus Europa, Anatolien, dem Kaukasus, Iran und Indien vor 30 Jahren waren, um so dem potentiellen Ursprung der indoeuropischen Sprachen nher zu kommen. Basierend auf einem direkten Vergleich mit Individuen der Yamnaya-Kultur, Viehhirten aus den eurasischen Steppengebieten, schtzen wir den genetischen Steppenanteil in den Schnurkeramikern aus Sachsen Anhalt auf betrchtliche 75 Prozent, sagt Lazaridis, und fgt hinzu, dass sich die Schnurkeramiker und die Yamnaya-Population. Die Hauptsprachen der uralischen Familie sind Ungarisch (Magyar Finnisch (Suomi Estnisch, Mordwinisch (gesprochen im Ostteil des europischen Russlands und in der Titularnation Mordwinien Mari (oder Tscheremissisch, gesprochen in der autonomen Republik Mari El im stlichen Teil des europischen Russlands Udmurtisch. Wir haben diesbezglich schon einen Workshop im Oktober in Jena anberaumt, in welchem wir uns zusammen mit Experten aus allen drei Fachrichtungen diesen Fragen widmen wollen. Die Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft, kurz Indogermanistik, hat die sogenannten "indogermanischen" Sprachen zum Forschungsgegenstand.

Die wichtigsten und bekanntesten semitischen Sprachen sind Arabisch und Hebrisch. Ein groes internationales Team, zu dem auch Max-Planck-Wissenschaftler Michael Dunn zhlt, hat jetzt die Ergebnisse einer innovativen phylogeographischen Bayes-Analyse sprachlicher und rumlicher Daten von indogermanischen Sprachen vorgelegt. Neben dem eigentlichen Interesse, der Aufklrung der Geschichte von Sprachfamilien und ihrer Sprecher - sind phylogenetische Stammbume entscheidend fr das Verstndnis der Entwicklung und Diversitt vieler Geisteswissenschaften, von der. Die aufflligen bereinstimmungen in den materiellen Hinterlassenschaften der Schnurkeramik- und der Yamnaya-Kultur waren bereits bekannt. Die in dieser Woche in der. Indo-European Lexical Cognacy Database (IELex die von der Gruppe, evolutionary Processes in Language and Culture am Max-Planck-Institut fr Psycholinguistik entwickelt wurde. Allerdings haben wir mit alter DNA endlich die zeitliche und genetische Auflsung, die uns hier weiterbringen kann. Es zeigt aber auch, dass Jger-Sammler nach und nach in buerliche Gemeinschaften integriert wurden, fgt Kurt Alt von der Universitt Basel und der Privatuniversitt Krems hinzu. Lexik mit Verbreitung von Sprechern kombiniert.

Die  Vorgeschichte bekannter Ereignisse der Zeitpunkt des ersten Nachweises einer toten Sprache sowie Ereignisse, die sich aus archologischen Befunden oder historischen Belegen schlieen lassen,  werden verwendet, um den abgeleiteten Sprachfamilienstammbaum auf den Zeitaspekt zu kalibrieren. Zu ihm gehrt Georgisch, die wohl bekannteste kaukasische Sprache. Die fachbergreifende Interpretation von archologischen, linguistischen und genetischen Daten ist jedoch kontrovers. Etwa die Hlfte der Weltbevlkerung spricht heute eine indogermanische Sprache. Den Nachweis dafr liefert die linguistische Palontologie: Bestimmte Wrter, die im Zusammenhang mit der Technik von Radfahrzeugen benutzt werden, finden sich  in allen Zweigen der indogermanischen Sprachfamilie wider. Genomweite Daten von Frhbauern hatten gezeigt, dass dieser dritte Anteil zu dieser Zeit noch nicht in Europa vorhanden war und daher erst spter hinzugekommen sein musste. August 2012, die indogermanischen oder auch indoeuropischen Sprachen zhlen zu den am weitesten verbreiteten Sprachfamilien weltweit und lassen sich seit rund 2000 Jahren auch als geschriebene Sprachen relativ gut erforschen.

Als wissenschaftliche Disziplin hat sich die Indogermanistik zur Aufgabe gemacht, aus den berlieferten indogermanischen Tochtersprachen Rckschlsse auf die gemeinsame Grundsprache, das sogenannte Urindogermanische, zu ziehen. Indoarische) und die iranischen (Indo-Iranisch) Sprachen Mitglieder der indoeuropischen Sprachfamilie. Die Familie teilt sich in zwei sehr unterschiedlich groe Zweige, den samojedischen und den finnisch-ugrischen Zweig. Jahrhundert eine zuverlssige Methodik entwickelt worden war, konnte der wissenschaftliche Nachweis erbracht werden, dass verschiedenste Sprachen auf dem europischen und asiatischen Kontinent auf eine gemeinsame Grundsprache zurckgehen. Die dort beschriebene Analyse kombiniert ein Modell der Lexik-Entwicklung einzelner Sprachen mit einem expliziten rumlichen Verbreitungsmodell von Sprechern dieser Sprachen. Als einzige Sprache Europas gehrt Maltesisch zu den afroasiatischen Sprachen, genauer gesagt zu den semitischen Sprachen. Deshalb knnen Sprachwissenschaftler die indogermanische Grundsprache in ihren verschiedenen Aspekten rekonstruieren (Lautsystem, Grammatik, Wortschatz, Syntax).

Man unterscheidet die kaukasischen Sprachen in drei Gruppen: Nordwestkaukasisch oder Abchaso-Adygeisch ist am Schwarzen Meer gelegen; zu ihm gehren die Sprachen Abchasisch, Karatschaisch und Kabardinisch. Die afroasiatischen Sprachen, diese - frher "hamito-semitisch" genannte Familie - umfasst mehr als 300 Sprachen und ber 300 Millionen Sprecher. Reich fgt hinzu: Unsere Ergebnisse stellen die Theorie der Sprachverbreitung im Zusammenhang mit der Einwanderung der ersten Bauern in Frage. Die Studie beruht auf einer bisher einmaligen Datenbasis: Im Vergleich zu bislang vorliegenden Studien wurden mehr als doppelt so viele Genome prhistorischer Europer sequenziert. Zusammen bilden sie die indogermanische Sprachfamilie. Die Frhbauern aus Spanien, Deutschland und Ungarn sind genetisch nahezu identisch, was auf einen gemeinsamen Ursprung im Nahen Osten schlieen lsst. Mehrheitlich vertritt die historische Sprachwissenschaft die Auffassung, die indogermanische Sprachfamilie sei vor rund 6000 Jahren in der pontischen Steppe in der heutigen Ukraine entstanden. Zur Klrung des Alters dieser beigabenlosen Bestattungen wurden 14C-Datierungen in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden die Gene von ber 90 Individuen sequenziert, die zwischen 30 Jahren vor heute in Europa lebten. Es war ein echtes Aha-Erlebnis, als wir die ersten Daten ansahen, schwrmt Lazaridis.

Mrz 2015, fast drei Milliarden Menschen sprechen heute eine der 445 Sprachen, die der indoeuropischen Sprachfamilie zugerechnet werden. Wir haben eine neue Technik entwickelt, die es uns erlaubt, die Teile des Genoms zu isolieren, welche die meisten Informationen ber die Menschheitsgeschichte enthalten und haben nur diese Abschnitte sequenziert. Sie liefert eine umfassende, hochwertige Sammlung von Sprachdaten, die sich fr phylogenetische Analysen eignen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung vom Atlantik bis zum Persischen Golf und in Nord-Sd-Richtung vom Mittelmeer bis nach thiopien und Somalia, also vom Norden Afrikas bis nach Westasien. Die Familie wird heutzutage in sechs Zweige aufgeteilt, den gyptischen, den kuschitischen, den tschadischen, den omotischen, den berberischen und den semitischen Zweig, welcher die meisten Sprecher hat. Wie bei den altaischen Sprachen ist hier unsicher, ob diese Sprachen wirklich alle miteinander genetisch verwandt sind, vor allem auch deshalb, weil schriftliche Zeugnisse fast komplett fehlen. Der dritte kaukasische Zweig, Sdkaukasisch oder Kartwelisch, erstreckt sich sdlich des kaukasischen Hauptgebirgszugs.

Zum nordstlichen, am Kaspischen Meer gelegenen nordostkaukasischen oder nach-dagestanischen Zweig gehren Tschetschenisch, Inguschisch und die in Dagestan gesprochenen Sprachen.  Zudem wissen wir aus der Archologie, dass Radfahrzeuge frhestens zu diesem Zeitpunkt aufgekommen sind. Ersterer besteht aus vier Sprachen und insgesamt nur.000 Sprechern, die im Gebiet zwischen Nowaja-Semlja und Jenissey grtenteils nomadisch leben. Die Proben fr die Studie wurden von einem internationalen Team unter mageblicher Beteiligung der Universitten Mainz, Basel und Tbingen, dem Landesamt fr Denkmalpflege und Archologie Sachsen-Anhalt mit Landesmuseum fr Vorgeschichte in Halle, sowie dem neuen Max-Planck Institut fr Menschheitsgeschichte in Jena zusammengestellt. Das bedeutet, dass Jger-Sammler-Gesellschaften noch bis lange nach Ankunft der Bauern bestanden haben mssen. Die Jger-Sammler sind jedoch nicht komplett verschwunden.

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